Einspeisetarif: der OeMAG-Marktpreis Monat für Monat

Für Überschussstrom gibt es keinen festen Tarif mehr, sondern einen Preis, der jeden Monat neu feststeht. 2026 lag er zwischen 5,7 und 9 Cent.

Einspeisung Stand 7 Min. Lesezeit

8,997 Einspeisezählpunkt und Netz

Kurz gesagt

Im August 2026 zahlte die OeMAG 8,997 ct/kWh für eingespeisten PV-Strom, im März waren es nur 5,720 ct/kWh. Der Preis wird monatlich im Nachhinein, veröffentlicht zu Beginn des Folgemonats. Wer plant, sollte mit der Spanne rechnen und nicht mit dem besten Monat.

Der Verlauf 2026

OeMAG-Marktpreis Photovoltaik 2026 Monatliche OeMAG-Marktpreise für Photovoltaik 2026 in Cent je Kilowattstunde: Jänner 8,842, Februar 8,457, März 5,720, April 6,772, Mai 6,772, Juni 6,772, Juli 6,146, August 8,997. 0 2 4 6 8 10 Jän Feb 5,720 ct/kWh Mär Apr Mai Jun Jul 8,997 ct/kWh Aug
OeMAG-Marktpreis Photovoltaik 2026 Quelle: OeMAG, Marktpreis, geprüft am 12.09.2026
Daten als Tabelle
Zeitraumct/kWh
Jän8,842 ct/kWh
Feb8,457 ct/kWh
Mär5,720 ct/kWh
Apr6,772 ct/kWh
Mai6,772 ct/kWh
Jun6,772 ct/kWh
Jul6,146 ct/kWh
Aug8,997 ct/kWh

Von April bis Juni steht drei Monate lang derselbe Wert. Das ist kein Fehler in der Tabelle, sondern die Untergrenze: Der Marktpreis darf zwischen 60 % und 100 % des Quartalsmarktpreises nicht unterschreiten. In diesen Monaten war der Börsenpreis zu Zeiten hoher Sonneneinstrahlung so niedrig, dass die Untergrenze gegriffen hat.

Wie der Preis zustande kommt

Grundlage ist das mengengewichtete Monatsmittel der Day-Ahead-Stundenpreise an der Strombörse. Davon wird der durchschnittliche Aufwand für Ausgleichsenergie abgezogen, für Photovoltaik 0,408 ct/kWh. Nach oben ist der Wert mit dem Quartalsmarktpreis begrenzt, nach unten mit 60 Prozent davon.

Der Effekt ist unangenehm für PV-Betreiber: Wenn viele Anlagen gleichzeitig einspeisen, sinkt der Börsenpreis genau dann, wenn Ihre Anlage am meisten liefert. Deshalb ist der eigene Verbrauch mehr wert als die Einspeisung.

OeMAG oder Stromlieferant

Sie haben zwei Wege. Entweder Sie verkaufen an Ihren Lieferanten, der den Überschuss meist nur bei gleichzeitigem Strombezug abnimmt. Oder Sie verkaufen Ihren Überschussstrom zum Marktpreis nach § 41 Abs. 1 ÖSG 2012 an die OeMAG, unabhängig davon, wo Sie Ihren Strom kaufen. Voraussetzung dafür sind eine Netzzusage mit Einspeisezählpunkt und eine Anlage unter 500 kWp.

Ob sich der Wechsel lohnt, zeigt der Tarifkalkulator „Strom Einspeisung“ der E-Control. Dort geben Sie Postleitzahl, Einspeisemenge und Leistung ein und sehen die Angebote sortiert nach Vergütung. Manche Lieferanten zahlen in der Grundversorgung mehr als die OeMAG, koppeln das aber an einen Bezugsvertrag.

Steuerlich meist unproblematisch

Einkünfte aus der Einspeisung sind bis 12.500 kWh pro Jahr einkommensteuerfrei, sofern die Anlage höchstens 35 kWp Engpassleistung und 25 kWp Anschlussleistung einhält. Für ein Einfamilienhaus mit 8 kWp ist das keine Hürde: Selbst bei voller Einspeisung kämen Sie kaum über 9.000 kWh. Details stehen im Steuer-Ratgeber.

Was Sie daraus machen

Ein Beispiel: Eine 8-kWp-Anlage in Niederösterreich liefert im Jahr grob 7.200 bis 8.800 kWh. Verbrauchen Sie 30 Prozent selbst, gehen etwa 5.000 bis 6.200 kWh ins Netz. Zu 6 Cent sind das rund 300 bis 370 € im Jahr, zu 9 Cent rund 450 bis 560 €. Der Rechner macht diese Spanne sichtbar: zum PV-Rechner.

Redaktion: [PLATZHALTER: Name und Qualifikation der verantwortlichen Redakteurin bzw. des Redakteurs – vor Launch ausfüllen]. Hinweise auf veraltete Zahlen nehmen wir gerne entgegen: siehe Methodik.

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