Speicher sind deutlich billiger geworden. Die Förderlage ist dafür verwirrend, weil Bund und Länder genau gegenteilige Fälle abdecken.
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Kurz gesagt
Für schlüsselfertige Speicher wurden 2024 im Mittel rund 706 €/kWh↗ nutzbarer Kapazität erhoben,
ohne Umsatzsteuer. Ein 10-kWh-Speicher liegt damit bei rund 7.000 € netto. Der Bund zahlt
150 €/kWh↗, aber nur zusammen mit einer neuen PV-Anlage. Tirol und das Burgenland fördern
genau umgekehrt: nur die Nachrüstung an einer bestehenden Anlage.
Der Preis fällt seit Jahren
Die Markterhebung fragt jedes Jahr Anlagenplaner und Errichter nach den Preisen fertig installierter Systeme. Die
Reihe ist eindeutig.
Mittlerer Systempreis je kWh nutzbarer Kapazität, nettoQuelle: PV-Speichersysteme, Marktentwicklung 2024 (Markterhebung)Daten als Tabelle
Zeitraum
€/kWh netto
2021
1.030 €
2022
986 €
2023
840 €
2024
706 €
Zwischen 2023 und 2024 ging es um 16 Prozent nach unten. Ein Grund dafür sind die Einkaufspreise: Betriebe zahlten
2024 im Schnitt 516 €/kWh↗. Gleichzeitig werden die Speicher größer. Im Mittel hatte ein
neu installierter Speicher 2024 rund 20 kWh↗ nutzbare Kapazität, nach 13,5 kWh im Jahr davor.
Was Bund und Länder zahlen
Speicherförderung 2026 im VergleichQuelle: OeMAG, Land Tirol, Land Burgenland, geprüft am 12.09.2026Daten als Tabelle
Kategorie
€/kWh
Bund, EAG (nur mit neuer PV-Anlage)
150 €/kWh
Tirol, Nachrüstung (max. 10 kWh)
100 €/kWh
Burgenland, Nachrüstung (max. 20 kWh)
max. 100 €/kWh
Beim Bund ist der Speicherantrag nur zusammen mit einem PV-Antrag↗. Gefördert werden
höchstens 50 kWh↗, und die Kapazität muss mindestens 0,5 kWh je kWp↗ betragen. Bei einer 8-kWp-Anlage
wären das mindestens 4 kWh.
Tirol fördert ausschließlich die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit einem Speicher und die Aufrüstung bestehender Speichersysteme↗, mit 100 €/kWh↗ und einer Grenze
von höchstens 10 kWh bzw. 1.000 €↗. Das Burgenland zahlt 30 % der Kosten, höchstens 100 €/kWh↗, anerkannt werden
bis 20 kWh↗, und der Antrag muss spätestens 6 Monate nach Rechnungslegung↗ eingebracht werden.
Rechnet sich das?
Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch spürbar: Das Land Tirol beziffert ihn mit etwa 30 % ohne, etwa 60 % mit Speicher↗. Jede so
zusätzlich selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Bezugspreis, denn Eigenstrom
spart nicht nur die Energiekosten, sondern auch die Netzkosten und Steuern↗.
Trotzdem dauert es. Der Branchenverband nennt für den Heimspeicher eine Amortisation von
etwa 10 bis 15 Jahre↗, also deutlich länger als bei der Anlage selbst. Rechnen Sie mit Ihrem eigenen
Strompreis nach, im PV-Rechner lässt sich der Speicher zu- und abschalten.
Vor dem Kauf
Nutzbare Kapazität und Nennkapazität sind zwei verschiedene Zahlen. Förderungen rechnen mit der nutzbaren.
Tirol verlangt ausdrücklich Lithium- oder Natriumionen-Speicher mit steuerbarem Wechselrichter↗. Ein nicht steuerbarer Wechselrichter fällt durch.
Beim Burgenland ist die Bundesförderung vorrangig zu beantragen, sonst gibt es kein Landesgeld.
Nachrüsten heißt oft: neuer Wechselrichter. Fragen Sie das im Angebot ab, bevor Sie mit dem kWh-Preis rechnen.
Redaktion: [PLATZHALTER: Name und Qualifikation der verantwortlichen Redakteurin bzw. des
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Methodik.