PV-Förderung 2026: Bund und alle neun Bundesländer

Eine Übersicht, die es so bisher nirgends gibt: der Zuschuss des Bundes mit Antragsfenster und daneben für jedes Bundesland der geprüfte Stand.

Förderung Stand 9 Min. Lesezeit

Neun Bundesländer, neun Regeln

Kurz gesagt

Für ein normales Einfamilienhaus bleibt 2026 der Investitionszuschuss des Bundes: 150 €/kWp bis 10 kWp, 150 €/kWh für den Speicher, beantragbar im Fenster von 08.10.2026 (17:00 Uhr) bis 22.10.2026 (23:59 Uhr). Eine Landesförderung für die Dachanlage haben wir in keinem Bundesland gefunden. Tirol und das Burgenland zahlen etwas dazu, wenn Sie einen Speicher nachrüsten.

Was der Bund zahlt

Der Zuschuss nach § 56 Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz läuft über die OeMAG und wird in Fördercalls vergeben. Die Höhe hängt allein von der Modulspitzenleistung ab, das Bundesland spielt keine Rolle.

EAG-Fördersätze im 3. Call 2026 Fördersätze je kWp: Kategorie A bis 10 kWp 150 Euro, Kategorie B über 10 bis 20 kWp 140 Euro, Kategorie C höchstens 130 Euro, Kategorie D höchstens 120 Euro. Kategorie A, bis 10 kWp 150 €/kWp Kategorie B, über 10 bis 20 kWp 140 €/kWp Kategorie C, über 20 bis 100 kWp (Höchstwert) max. 130 €/kWp Kategorie D, über 100 kWp (Höchstwert) max. 120 €/kWp
EAG-Fördersätze im 3. Call 2026 Quelle: EAG-Förderabwicklungsstelle (OeMAG), geprüft am 12.09.2026
Daten als Tabelle
Kategorie€/kWp
Kategorie A, bis 10 kWp150 €/kWp
Kategorie B, über 10 bis 20 kWp140 €/kWp
Kategorie C, über 20 bis 100 kWp (Höchstwert)max. 130 €/kWp
Kategorie D, über 100 kWp (Höchstwert)max. 120 €/kWp

In den Kategorien A und B ist der Satz fix, gereiht wird nach Reihung nach Einreichzeitpunkt (Windhund-Prinzip). Ab 20 kWp ist der genannte Satz nur der Höchstwert: dort entscheidet Reihung nach Förderbedarf in €/kWp und Einreichzeitpunkt. Wer weniger Förderung beantragt, rückt in der Reihung nach vorne.

Für den Speicher gibt es 150 €/kWh, anerkannt werden höchstens 50 kWh. Wichtig ist die Kopplung: Der Antrag ist nur zusammen mit einem PV-Antrag zu stellen, ein Speicher allein wird nicht gefördert. Außerdem muss die Kapazität mindestens 0,5 kWh je kWp betragen. Bei 8 kWp sind also mindestens 4 kWh nötig.

Wann was fällig ist

Fristen und Fördercalls 2026 Zeitleiste der Förderfristen 2026 von der ausgelaufenen Salzburger Förderung bis zum dritten Bundes-Fördercall im Oktober. 31.12.2025 Salzburg: Landesförderung ausgelaufen 01.01.2026 Tirol und Burgenland: Speicherförderung startet nur Nachrüstung 30.06.2026 Niederösterreich: Einreichschluss Parkplatz-Call 12.09.2026 Stand dieser Übersicht 08.10.2026 Bund: 3. Fördercall öffnet, 17:00 Uhr 22.10.2026 Bund: Fördercall schließt, 23:59 Uhr 31.12.2026 Tirol und Burgenland: Ende der Aktionszeiträume
Fristen und Fördercalls 2026 Quelle: OeMAG, Land Salzburg, Land Tirol, Land Burgenland, Land Niederösterreich
Daten als Tabelle
DatumEreignis
31.12.2025Salzburg: Landesförderung ausgelaufen
01.01.2026Tirol und Burgenland: Speicherförderung startet – nur Nachrüstung
30.06.2026Niederösterreich: Einreichschluss Parkplatz-Call
12.09.2026Stand dieser Übersicht
08.10.2026Bund: 3. Fördercall öffnet, 17:00 Uhr
22.10.2026Bund: Fördercall schließt, 23:59 Uhr
31.12.2026Tirol und Burgenland: Ende der Aktionszeiträume

Die neun Bundesländer im Einzelnen

Wir haben für jedes Bundesland die amtliche Seite geprüft. Wo nichts steht, schreiben wir das auch, statt eine alte Förderung weiterzuschleppen, die es nicht mehr gibt.

BundeslandStand 2026Was gilt
Burgenland Eigenes Programm 2026 Speicher-Nachrüstung an bestehender PV: 30 % der Kosten, höchstens 100 €/kWh, bis 20 kWh. Nur Privatpersonen mit Eigenheim.
Kärnten Nichts gefunden Das Landesportal ktn.gv.at war am 12.09.2026 nicht erreichbar. Bitte dort direkt nachsehen.
Niederösterreich Nur Sonderfall PV-Überdachung öffentlicher Parkplätze, höchstens 750 €/kWp. Privatpersonen sind ausgeschlossen, der Call lief bis 30.06.2026.
Oberösterreich Nichts gefunden Die Landesseite zu erneuerbaren Energieträgern verweist auf die Bundesförderung.
Salzburg Ausgelaufen Die Energieförderung für PV und Speicher endete mit 31.12.2025, neue Anträge sind nicht möglich.
Steiermark Nichts gefunden Auf den Energieseiten des Landes ist kein PV- oder Speicherprogramm ausgewiesen.
Tirol Eigenes Programm 2026 Netzdienliche Speicher, 100 €/kWh, höchstens 10 kWh oder 1.000 €. Nur Nachrüstung und Erweiterung.
Vorarlberg Nur Sonderfall PV ab 20 kWp auf versiegelten Flächen: 300 €/kWp, Zuschläge je 100 €/kWp, gedeckelt mit 50.000 € je Anlage.
Wien Eigenes Programm 2026 Mehrgeschoßwohnbau, Gründach, Flugdach, Fassade, Dachgarten. Standard-Dachanlagen und Speicher gestrichen.

„Nichts gefunden“ heißt: Auf der amtlichen Seite des Landes war am 12.09.2026 kein laufendes PV- oder Speicherprogramm ausgewiesen. Es heißt nicht, dass Ihre Gemeinde oder Ihr Netzbetreiber nichts zahlt. Solche Programme laufen lokal und ändern sich oft.

Was Wien, Niederösterreich und Tirol unterscheidet

Wien hat seine Förderung 2026 umgebaut: Standard-PV-Dachanlagen außerhalb des Mehrgeschoßwohnbaus und Speicheranlagen werden von der Stadt Wien nicht mehr gefördert. Begründet wird das mit gesunkenen Anschaffungskosten. Gefördert werden dafür die teuren Sonderfälle wie Fassaden und Gründächer, dotiert mit 7 Millionen Euro.

Niederösterreich fördert PV-Überdachungen öffentlicher Parkplätze mit höchstens 750 €/kWp, schließt dabei aber Privatpersonen aus. Tirol wiederum zahlt 100 €/kWh für netzdienliche Speicher, allerdings nur Nachrüstung und Speichererweiterung: Wer neu baut, bleibt beim Bund.

Kombinieren oder nicht

Bund und Land lassen sich nicht beliebig stapeln. Das Burgenland fördert nur, wenn keine Bundesförderung fließt, und verlangt ausdrücklich, dass die Bundesförderung vorrangig in Anspruch zu nehmen ist. Vorarlberg deckelt die Summe aus Landes- und Bundesmitteln nach den EU-Beihilfenregeln. Wer beides beantragt, sollte die Förderstellen darauf hinweisen.

Redaktion: [PLATZHALTER: Name und Qualifikation der verantwortlichen Redakteurin bzw. des Redakteurs – vor Launch ausfüllen]. Hinweise auf veraltete Zahlen nehmen wir gerne entgegen: siehe Methodik.

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