PV-Förderung Niederösterreich: wer was bekommt

Das Land fördert Photovoltaik dort, wo Flächen doppelt genutzt werden. Für das Hausdach führt der Weg über den Bund.

Förderung Stand 6 Min. Lesezeit

PV-Überdachung von Parkplätzen

Kurz gesagt

Für ein Einfamilienhaus in Niederösterreich haben wir keine Landesförderung gefunden. Es bleibt der Zuschuss des Bundes mit 150 €/kWp bis 10 kWp. Das Land fördert PV-Überdachungen öffentlich zugänglicher Parkplätze mit höchstens 750 €/kWp, allerdings gilt: Privatpersonen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Der Parkplatz-Call im Detail

Gefördert wird die Errichtung netzgebundener Anlagen als Überdachung bestehender, befestigter und kostenfrei zugänglicher Parkplätze. Hinter der Bedingung steckt Absicht: Versiegelte Flächen sollen einen zweiten Nutzen bekommen, statt dass eine grüne Wiese verbaut wird.

  • Einreichschluss war 30.06.2026, es gibt nur einen Termin pro Jahr.
  • Fördersatz höchstens 750 €/kWp, gedeckelt mit höchstens 200.000 € pro Projekt.
  • Budget insgesamt 2,0 Mio. €, vergeben nach Juryentscheid.
  • Zusage voraussichtlich bis 30.09.2026, Umsetzung und Abrechnung dann innerhalb von 18 Monaten.
  • Der Parkplatz muss seit mindestens drei Jahren in dieser Form bestehen und genutzt werden.

Antragsberechtigt sind Gebietskörperschaften, Unternehmen, Vereine und konfessionelle Einrichtungen. Mitarbeiterparkplätze und betrieblich genutzte Abstellflächen sind ausdrücklich ausgenommen, ebenso Stellplätze bei Wohnbauten.

Der Größenunterschied zum Bund

Fördersätze je kWp im Vergleich Höchstsatz der niederösterreichischen Parkplatzförderung 750 Euro je kWp gegenüber den Bundessätzen von 150, 140 und höchstens 130 Euro je kWp. NÖ, Parkplatz-Überdachung (Höchstsatz) max. 750 €/kWp Bund, bis 10 kWp 150 €/kWp Bund, über 10 bis 20 kWp 140 €/kWp Bund, über 20 bis 100 kWp max. 130 €/kWp
Fördersätze je kWp im Vergleich Quelle: Land Niederösterreich und OeMAG, geprüft am 12.09.2026
Daten als Tabelle
Kategorie€/kWp
NÖ, Parkplatz-Überdachung (Höchstsatz)max. 750 €/kWp
Bund, bis 10 kWp150 €/kWp
Bund, über 10 bis 20 kWp140 €/kWp
Bund, über 20 bis 100 kWpmax. 130 €/kWp

Der Unterschied sieht dramatisch aus, vergleicht aber zwei verschiedene Dinge. Eine Parkplatzüberdachung braucht Fundamente, Stahlbau und Entwässerung, kostet also ein Vielfaches einer Dachanlage je kWp. Die Jury reiht die Anträge ausdrücklich nach Fördereffizienz in Euro je kWp, dieses Kriterium zählt mit 70 Prozent.

Was für das Eigenheim bleibt

Der Bund zahlt 150 €/kWp bis 10 kWp und 150 €/kWh für den Speicher, beantragbar 08.10.2026 (17:00 Uhr) bis 22.10.2026 (23:59 Uhr). Da in den kleinen Kategorien Reihung nach Einreichzeitpunkt (Windhund-Prinzip) gilt, entscheidet die Vorbereitung: Netzzusage und Zählpunktnummer sollten vorher da sein.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Haus im Bezirk Tulln mit 8 kWp und 8 kWh Speicher bekommt vom Bund 1.200 € für die Module und 1.200 € für den Speicher, sofern der Antrag im Call durchkommt. Vom Land kommt nichts dazu. Wie sich das auf die Gesamtrechnung auswirkt, zeigt der PV-Rechner.

Gemeinden und Netzbetreiber legen gelegentlich eigene Aktionen auf. Diese laufen lokal und sind auf der Landesseite nicht abgebildet. Ein Anruf bei der Gemeinde kostet nichts.

Redaktion: [PLATZHALTER: Name und Qualifikation der verantwortlichen Redakteurin bzw. des Redakteurs – vor Launch ausfüllen]. Hinweise auf veraltete Zahlen nehmen wir gerne entgegen: siehe Methodik.

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